top of page
Logo DIE UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle

Im Gespräch mit Hartmut Cewe: „Celle gestalten. Unabhängig. Ehrlich. Gemeinsam.“

1. Sept.
7 Min. Lesezeit

Hartmut Cewe von DIE UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle im Gespräch zur Kommunalpolitik

Am 13. September 2026 entscheiden die Bürgerinnen und Bürger bei der Kommunalwahl über die zukünftige Zusammensetzung des Celler Stadtrates. Auch DIE UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle treten erneut zur Wahl an und möchten ihre kommunalpolitische Arbeit in den kommenden fünf Jahren fortsetzen.


Doch welche Themen stehen für DIE UNABHÄNGIGEN im Mittelpunkt? Was wurde in den vergangenen Jahren erreicht, wo besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf und welche Ziele verfolgen DIE UNABHÄNGIGEN für die Zukunft unserer Stadt?


Darüber haben wir mit Hartmut Cewe, dem 1. Vorsitzenden der UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle e.V. und Fraktionsgeschäftsführer, gesprochen. Im Interview beantwortet er Fragen zur Kommunalwahl, zur politischen Arbeit und zu den Herausforderungen, vor denen Celle in den kommenden Jahren steht.


 

1. Am 13. September 2026 findet die Kommunalwahl statt. Mit welchen Zielen und Erwartungen gehen DIE UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle in diese Wahl?


Unser Ziel ist es, unsere erfolgreiche Arbeit im Celler Stadtrat fortzusetzen und auch in der kommenden Wahlperiode eine starke, unabhängige Stimme für die Bürgerinnen und Bürger zu sein. Wir möchten Entscheidungen danach treffen, was für Celle sinnvoll und machbar ist – und nicht danach, was eine Parteizentrale vorgibt.

Natürlich möchten wir bei der Kommunalwahl ein gutes Ergebnis erzielen und möglichst viele Menschen davon überzeugen, dass sachorientierte und unabhängige Kommunalpolitik für unsere Stadt wichtig ist. Entscheidend ist für mich aber vor allem, dass wir auch nach der Wahl konstruktiv daran arbeiten können, Celle gemeinsam weiterzuentwickeln.

 


2. Sie tragen die Unabhängigkeit bereits im Namen. Was bedeutet „unabhängige Kommunalpolitik“ für Sie konkret und was unterscheidet DIE UNABHÄNGIGEN von den klassischen Parteien im Celler Stadtrat?


Unabhängige Kommunalpolitik bedeutet für mich zunächst einmal, Entscheidungen ohne parteipolitische Vorgaben treffen zu können. Wir müssen keine Rücksicht darauf nehmen, welche Position eine Landes- oder Bundespartei vertritt. Unser Maßstab ist Celle.


Wir schauen uns jeden Antrag und jedes Thema einzeln an und fragen: Ist das sinnvoll für unsere Stadt? Ist es finanzierbar und was sind die Folgekosten für die nächsten Generationen? Und welchen konkreten Nutzen haben die Bürgerinnen und Bürger davon? Wenn ein guter Vorschlag von einer anderen Fraktion kommt, können wir ihm zustimmen. Genauso können wir widersprechen, wenn wir einen Vorschlag nicht für richtig halten.

Für mich ist genau das der große Vorteil der UNABHÄNGIGEN.

 


3. Warum braucht Celle aus Ihrer Sicht DIE UNABHÄNGIGEN?


Weil Kommunalpolitik für mich in erster Linie Sachpolitik ist. Wenn es um Straßen, Schulen, unsere Innenstadt, Sportstätten, Vereine, Finanzen oder die Entwicklung unserer Stadtteile geht, sollte nicht entscheidend sein, welches Parteibuch jemand besitzt.


DIE UNABHÄNGIGEN können andere Perspektiven einbringen und Entscheidungen kritisch hinterfragen, ohne an übergeordnete Parteistrukturen gebunden zu sein. Ich halte diese Vielfalt im Stadtrat für wichtig.

 


4. Sie betonen, frei von Parteivorgaben und Fraktionszwängen zu sein. Kann diese Freiheit nicht auch dazu führen, dass innerhalb der UNABHÄNGIGEN sehr unterschiedliche Positionen vertreten werden und dadurch eine klare politische Linie fehlt?


Natürlich gibt es bei uns unterschiedliche Meinungen – und das halte ich zunächst einmal für etwas Positives. Unabhängigkeit bedeutet schließlich nicht, dass alle immer derselben Meinung sein müssen.


Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Wir diskutieren Themen sachlich miteinander und versuchen gemeinsam die beste Lösung zu finden. Unsere klare Linie entsteht nicht durch einen Fraktionszwang, sondern durch gemeinsame Grundsätze: Verantwortung, Bürgernähe, Transparenz und eine Politik, die sich am Wohl unserer Stadt orientiert.


Ich finde es glaubwürdiger, wenn unterschiedliche Auffassungen offen diskutiert werden, als wenn am Ende jeder nur deshalb gleich abstimmt, weil es von ihm erwartet wird.

 


5. DIE UNABHÄNGIGEN sind bereits seit vielen Jahren kommunalpolitisch in Celle aktiv. Auf welche Erfolge und Initiativen der vergangenen Jahre blicken Sie besonders zurück?


Es gibt einige Entscheidungen, bei denen wir etwas bewegen oder wichtige Impulse setzen konnten. Besonders wichtig war für uns beispielsweise die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Wir haben uns außerdem für den Erhalt des Schützenplatzes und der dortigen kostenfreien Parkmöglichkeiten eingesetzt.


Aber kommunalpolitische Arbeit besteht nicht nur aus den großen öffentlichkeitswirksamen Entscheidungen. Häufig geht es um viele kleinere Themen und konkrete Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern. Gerade dort zeigt sich für mich, ob Kommunalpolitik tatsächlich nah an den Menschen ist.

 


6. Welche Entscheidung der Celler Politik der vergangenen Jahre würden Sie heute anders treffen?


Es gibt sicherlich Entscheidungen, bei denen ich mir im Nachhinein eine andere Entwicklung gewünscht hätte. Politik bedeutet aber auch, Entscheidungen auf Grundlage der Informationen zu treffen, die zu diesem Zeitpunkt vorliegen.


Viel wichtiger finde ich deshalb, aus vergangenen Entscheidungen zu lernen. Wir sollten uns häufiger fragen, welche langfristigen Auswirkungen eine Entscheidung für Celle hat und ob Kosten und Nutzen tatsächlich in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Gerade bei größeren Investitionen müssen wir sehr genau hinschauen.

 


7. Was läuft in Celle Ihrer Meinung nach bereits gut – und wo sehen Sie derzeit den größten Handlungsbedarf?


Celle hat sehr viel zu bieten. Wir haben eine wunderschöne historische Innenstadt, eine hohe Lebensqualität, engagierte Vereine, viele ehrenamtlich tätige Menschen und starke Unternehmen. Darauf können wir aufbauen.


Gleichzeitig dürfen wir bestehende Probleme nicht schönreden. Wir müssen unsere Innenstadt weiterentwickeln, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, unsere Infrastruktur erhalten und gleichzeitig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt im Blick behalten. Eine der größten Herausforderungen wird sein, notwendige Investitionen und solide Finanzen miteinander zu vereinbaren.

 


8. Welche politischen Schwerpunkte möchten DIE UNABHÄNGIGEN in der kommenden Wahlperiode setzen und welche drei Themen haben dabei für Sie höchste Priorität?


Wenn ich drei Schwerpunkte hervorheben müsste, dann wären das für mich eine lebenswerte und gut erreichbare Stadt, die Stärkung von Kultur und Tourismus sowie die Förderung von Sport, Vereinen und gesellschaftlichem Miteinander.


Für eine lebenswerte Stadt brauchen wir eine funktionierende Infrastruktur und eine ausgewogene Verkehrspolitik. Dazu gehört für uns, die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem PKW über die inneren und äußeren Ringe zu erhalten. Gleichzeitig wollen wir den Hochwasserschutz entlang von Aller und Fuhse weiter ausbauen, die Stadtwerke Celle stärken und die Energiewende mit lokaler Kompetenz voranbringen. Auch bezahlbarer Wohnraum, mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und eine sinnvolle Nachnutzung der Karstadt-Immobilie gehören für uns zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.


Ein weiterer Schwerpunkt ist der Erhalt unserer kulturellen und touristischen Vielfalt. Die Congress Union, unsere Celler Museen und das Schlosstheater sind wichtige Bestandteile unserer Stadt und müssen langfristig erhalten und weiterentwickelt werden. Auch den Tourismus möchten wir stärken, beispielsweise durch eine Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes.


Ebenso wichtig sind für uns Sport, Vereine und Freizeitangebote. Wir wollen Sportstätten erhalten, die Sportförderung zeitgemäß weiterentwickeln und auch neuen Trendsportarten mehr Raum geben. Gleichzeitig möchten wir die Ferienbetreuung für Kinder ausweiten und damit Familien stärker unterstützen.


Unser Ziel ist eine Stadt, die lebenswert, erreichbar und vielfältig bleibt – für alle Generationen und in allen Stadtteilen.

 


9. Die Entwicklung der Celler Innenstadt wird seit Jahren intensiv diskutiert. Wie sieht Ihre Vorstellung von einer lebendigen, attraktiven und gleichzeitig gut erreichbaren Innenstadt aus?


Unsere Innenstadt ist eines der Aushängeschilder Celles. Deshalb müssen wir alles daransetzen, ihre Attraktivität zu erhalten und weiterzuentwickeln.


Für mich gehört dazu ein ausgewogener Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Wohnen und Aufenthaltsqualität. Dazu wollen wir es künftig erleichtern, Gewerbeimmobilien in der Innenstadt in Wohnraum umzuwandeln. Einen umfangreichen Antrag dazu haben wir bereits erarbeitet und bei der Stadt eingereicht.


Gleichzeitig muss die Innenstadt für die Menschen gut erreichbar bleiben – mit dem Auto ebenso wie mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.


Wir dürfen die verschiedenen Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander ausspielen. Entscheidend ist, vernünftige Lösungen zu finden, die zu Celle passen.

 


10. Die finanzielle Situation der Kommunen stellt die Politik zunehmend vor Herausforderungen. Wie kann Celle notwendige Investitionen ermöglichen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln umgehen?


Wir müssen stärker priorisieren. Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch finanzierbar. Bevor wir Geld ausgeben, müssen wir uns deshalb fragen: Ist diese Investition wirklich notwendig? Welchen Nutzen bringt sie langfristig? Und entstehen daraus weitere Folgekosten?


Sparen darf allerdings nicht bedeuten, notwendige Investitionen einfach aufzuschieben. Wer Straßen, Gebäude oder andere Infrastruktur nicht rechtzeitig erhält, zahlt später häufig deutlich mehr.


Solide Finanzpolitik bedeutet für mich deshalb nicht, grundsätzlich gegen Ausgaben zu sein, sondern verantwortungsvoll mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umzugehen.

 


11. Bürgernähe, Transparenz und Bürgerbeteiligung gehören zu den zentralen Grundsätzen der UNABHÄNGIGEN. Wie möchten Sie erreichen, dass die Cellerinnen und Celler künftig stärker in kommunalpolitische Entscheidungen einbezogen werden


Bürgerbeteiligung muss frühzeitig stattfinden. Es bringt wenig, Menschen erst dann einzubeziehen, wenn eine Entscheidung praktisch schon gefallen ist.


Bei wichtigen Projekten sollten wir deshalb früh informieren, zuhören und unterschiedliche Meinungen ernst nehmen. Dazu können Informationsveranstaltungen, Bürgerbefragungen oder – bei entsprechend bedeutenden Themen – auch Bürgerentscheide gehören.


Transparenz schafft Vertrauen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen nachvollziehen können, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden – auch dann, wenn sie persönlich vielleicht anderer Meinung sind.

 


12. Wenn Sie auf die kommenden fünf Jahre blicken: Wie soll sich Celle entwickeln und was möchten DIE UNABHÄNGIGEN bis zum Ende der nächsten Wahlperiode konkret erreicht haben?


Ich wünsche mir, dass Celle auch in fünf Jahren eine lebenswerte, wirtschaftlich starke und finanziell handlungsfähige Stadt ist.


Wir möchten dazu beitragen, unsere Innenstadt zu stärken, die Infrastruktur zu erhalten, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Lebensqualität in unseren Stadtteilen weiterzuentwickeln.


Mir ist dabei wichtig, dass wir nicht nur bis zur nächsten Wahl denken. Kommunalpolitische Entscheidungen müssen auch für kommende Generationen tragfähig sein.

 


13. Was wünschen Sie sich persönlich für die politische Zusammenarbeit im nächsten Celler Stadtrat?


Ich wünsche mir eine sachliche und respektvolle Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg. Unterschiedliche politische Auffassungen gehören zur Demokratie und müssen auch deutlich ausgesprochen und ausgehalten werden können.


Am Ende sollten wir aber nicht vergessen, dass wir alle Verantwortung für dieselbe Stadt tragen. Ein guter Vorschlag wird nicht dadurch schlechter, dass er von einer anderen Fraktion kommt.


Wenn wir häufiger über Lösungen und weniger darüber sprechen, wer am Ende den politischen Erfolg für sich verbuchen kann, wäre für Celle schon viel gewonnen.

 


14. Zum Abschluss: Warum sollten die Cellerinnen und Celler bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 ihre Stimme den UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle geben?


Weil wir Politik für Celle machen – unabhängig von Parteivorgaben und mit einem klaren Blick auf die Interessen unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Wir stehen für eine sachliche, bürgernahe und verantwortungsvolle Kommunalpolitik und möchten diesen Weg auch in den kommenden fünf Jahren konsequent fortsetzen.


Gleichzeitig unterstützen wir bei der Bürgermeisterwahl Dr. Jörg Nigge. In den vergangenen Jahren hat sich zwischen uns eine gute und konstruktive Zusammenarbeit entwickelt, die von gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Ziel geprägt ist, Celle voranzubringen. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit möchten wir gerne fortsetzen.


Wir versprechen nicht, für jedes Problem eine einfache Lösung zu haben. Aber wir versprechen, zuzuhören, Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll mit dem Vertrauen umzugehen, das uns die Wählerinnen und Wähler geben.


Wer eine sachliche, bürgernahe und unabhängige Stimme im Celler Stadtrat stärken möchte, dem sage ich: Geben Sie uns am 13. September Ihr Vertrauen.

 



Gemeinsam die Zukunft Celles gestalten

Die Kommunalwahl am 13. September 2026 bietet den Cellerinnen und Cellern die Möglichkeit, über die zukünftige Ausrichtung ihrer Stadt mitzuentscheiden. Für Hartmut Cewe und DIE UNABHÄNGIGEN – Bürger für Celle stehen dabei eine sachorientierte und bürgernahe Kommunalpolitik, transparente Entscheidungen und die Interessen der Menschen vor Ort im Mittelpunkt.


Mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten möchten DIE UNABHÄNGIGEN auch in der kommenden Wahlperiode Verantwortung übernehmen und sich unabhängig von parteipolitischen Vorgaben für Celle und alle Stadtteile einsetzen.


Am 13. September 2026 haben die Bürgerinnen und Bürger die Wahl – und damit die Möglichkeit, die Zukunft Celles aktiv mitzugestalten.

bottom of page